Kategorie: Lehrer

  • Brexit und seine Folgen für Europa

    Am 23. Juni 2016 haben die
    Bürger von Wales, Nordirland, Schottland und England in einem Referendum
    abgestimmt, welches über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU
    entschied. Mit einer Mehrheit von 51,9 %
    stimmten sie für einen Austritt aus der Union. 1973 trat der Inselstaat in die
    EWG, dem Vorläufer der EU, ein. Schon damals widerstrebte der konservativen
    Regierung die EU. Deshalb kam es zwei Jahre später zum ersten Referendum, bei dem
    das Volk sich mit 67 % (!) gegen den Austritt entschied. Die Gegner gab es aber
    noch immer und sie drängten auf ein Ausscheiden aus der EU.

    Die Briten empfanden die
    „Flüchtlingskrise“ und vor allem die EU-Einwanderer aus den osteuropäischen
    Staaten als Probleme, die ihnen durch die Zugehörigkeit zur EU entstanden
    sind. Zudem fanden sie die Vorschriften
    und die Geldverteilung besonders im Agrarsektor unter den EU-Staaten ungerecht,
    da sie von den Fördergeldern nicht profitieren konnten.

    All diese Dinge spielten
    in die Entscheidung zum Austritt mit hinein, aber auch die Blindheit der Union,
    die die Gefahr des Brexits unterschätzte.

    Die Folgen wären wohl vor
    allem wirtschaftlicher Natur. Dabei ist das Vereinigte Königreich wohl der
    größte Verlierer. Mehr als 1% der Erwerbstätigen auf der Insel sind bei
    deutschen Unternehmen beschäftigt und somit ist ihr Arbeitsplatz auch bedroht.

    Damit kann man auch schon
    zum nächsten Punkt kommen: Die Engländer sind immer noch nicht über den Verlust
    ihres einstigen Imperiums hinweggekommen. Viele wollen mit dem Loslösen aus der
    „deutsch-französischen Umklammerung“
    wieder mehr Eigenständigkeit und Macht. Alle Experten vermuten jedoch,
    dass das Gegenteil eintritt.

    Es wird also ein
    Verlustgeschäft für alle Beteiligten, vor allem für Großbritannien sein. Bei
    dem der europäische Gedanke absolut in den Hintergrund rückt.

    Friedrich Lemke (9/10 A)

    Gekürzt als
    online-Version von Anton (5/6 C)

  • entwicklungspolitischer Tag

    Am 19.5.2016 fand zum 6. Mal ein entwicklungspolitischer Tag (EPT) statt, der dieses Jahr unter dem Themen Schwerpunkt der Nachhaltigkeit stand und den Namen „die FairAnstaltung“ trug. Der Tag öffnete sich dieses Jahr zum ersten Mal auch für die Jahrgänge 5/6 und 7/8 und bezog somit alle Schüler_innen der Werkstattschule in Rostock außer der Grundschule mit ein. Die Schüler_innen konnten sich vorab in verschiedene Workshops einwählen. Auch die Themen waren dieses Jahr sehr vielfältig. So gab es Workshops in denen die Teilnehmer_innen etwas über Flucht und Asyl, über Sexuelle Vielfalt und Homo- und Transphobie oder Fairen Handel erfuhren. Außerdem beschäftigten sich Schüler_innen mit Themen wie virtuelles Wasser, Klima, Ernährung und der Herstellung und Nutzung von Kommunikationsmitteln, wie dem Handy. Zur Abwechslung gab es Projekte die praxisorientiert waren und in denen die Schüler_innen direkt an und in der Schule aktiv werden konnten. So wurde zum Beispiel ein Lastenfahrrad gebaut, um den Transport zum Beispiel von Einkäufen in Zukunft ökologischer zu gestalten, außerdem konnten einige Schüler_innen an ihren eigenen Fahrrädern werkeln und diese wieder fahrtauglicher machen. In anderen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer_innen direkt mit der Nachhaltigkeit an unsere Schule und versuchten an dem Tag eine positive Veränderung zu erreichen. Dabei wurde das Schulgelände z.T. neu gestaltet und es entstanden sowohl neue Gemüsebete als auch ein neuer Außerbereich unseres Schülercafés. Einige Sitzgelegenheiten wurden überarbeitet und neu gestrichen. In einem weiteren Workshop nahmen die Schüler_innen an einem konsumkritischen Stadtrundgang teil und konnten anschließend ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich für zukünftige Einkäufe mit Fairen-Stoffbeuteln bewaffnen. Einige Schüler_innen der Klassenstufen 5 und 6 verbrachten gemeinsam einen Tag im Wald und lernten dort gemeinsamen etwas zu ökologischen Nachhaltigkeit und konnten sich im „survivaln“ ausprobieren. Nachmittags trafen wir uns alle wieder in der Aula und Teilnehmer_innen der Workshops „Trommeln“ und „Breakdance“ stellten ihre Ergebnisse des Tages vor. Anschließend spielte draußen auf dem Schulhof unsere Schülerband während auf dem Sportplatz ein Fußballspiel stattfand, welches wir gemeinsam mit Schüler_innen und Asylbewerber_innen aus Rostock durchführten. Versorgt wurden dabei alle durch den Stand des „Finger-food“ Workshops, indem ökologische und faire Speisen zubereitet wurden.

    Ganz zum Abschluss fand am Abend im Zirkus Fantasia unser Abschlusskonzert statt, an dem Schüler_innen und Leher_innen sowie Freunde und Bekannte teilnehmen konnten. Mit dabei waren die Künstler_innen „Tarik al Mashni“ und „Unpainted blue“ die den sommerlichen Abend am Hafen mit schöner Musik ausklingen ließen und zu einem ganz Besondern Erlebnis machten.

    Wir möchten uns hiermit noch ganz herzlich bei allen Workshopleiter_innen, Teilnehmer_innen, Lehrer_innen sowie Unterstützer_innen und Interessierten badanken!! Es war für uns wirklich schön alle so aktiv und engagiert an diesem Tag erleben zu dürfen!

    Die EPT-Gruppe 2016

  • Hej Blåkilde! – Reisebericht

    Als wir uns am 15.09.2015 auf die Reise zu unserem nördlichen Nachbarn begaben, wusste niemand genau, was uns erwarten würde. Immerhin war es für viele das erste Mal in Gastfamilien und dass das Verständigen nur auf Englisch funktionierte. Nachdem wir am Dienstagmorgen, viel zu früh, losgefahren waren, lag eine heitere Stimmung im Bus, die sich hielt. Alle freuten sich auf die gemeinsame Klassenfahrt in Dänemark. Nachdem wir unsere auf dem Land liegende Internatspartnerschule erreicht hatten, wurden wir recht herzlich mit einem Handschlag von jedem empfangen. Danach wurde ein Nachmittagssnack gegessen und Willkommensspiele gespielt, um sich erst einmal kennenzulernen. Am selben Tag wurde uns die Schule mit den verschiedenen Sportplätzen gezeigt und außerdem die Räume, in denen wir schlafen konnten. Am nächsten Tag gab es ein Spiel indem wir draußen, mit einer selbstgemachten App von der dänischen Schule verschiedene Orte aufsuchten, um verschiedene Fragen zu beantworten. Außerdem merkten wir nach sehr vielen Mahlzeiten am Tag, dass in Dänemark viel öfter gegessen wird als bei uns (!) Wir hatten außerdem bei abendlichen Spielen die Gelegenheit die Dänen besser kennenzulernen. Am Donnerstag stand die große Wikingerparty an. Um uns alle darauf vorzubereiten, konnten wir uns tagsüber in verschiedenen Workshops darauf vorbereiten. Man konnte die Dekoration vorbereiten, das Essen, Schmuck basteln etc. Am Abend gab es das lecker zubereitete Essen, es wurden Gruppentänze getanzt, das alles in tollen Verkleidungen passend zu unserem Thema die Wikinger. Am nächsten Morgen mussten wir früher aufstehen als sonst – wir aßen Frühstück und fuhren anschließend in die älteste Stadt Dänemarks – Ribe. Dort besuchten wir verschiedene Museen, entdeckten die schöne Stadt und konnten uns den „Dom zu Ribe“ anschauen und auf den Kirchturm gehen. So sahen wir die Stadt auch mal von oben. Am Nachmittag fuhren wir zurück in die Schule. Die Aufregung stieg, denn bald ging es in die Gastfamilien. Einige deutsche Mitschüler waren alleine mit den dänischen Schülern, aber die meisten verbrachten die Zeit in kleineren Gruppen. Die meisten waren sehr angetan von der Gastfreundschaft der Dänen. Der Abend verging schnell, und als wir am Samstagmorgen wieder alle zusammen waren, tauschten wir uns über ihre Erlebnisse aus. Doch leider war schon Samstag – allen wurde langsam klar, dass es bald nach Hause ging. Doch umso mehr stieg die Vorfreude auf die Zeit, in der wir unser Rostock den dänischen Schülern zeigen konnten.

    Denn am Montag, drei Wochen nach unserm Besuch, kamen auch die Dänen zu uns. Sie blieben bis Mittwoch und auch in diesen drei Tagen hatten wir alle zusammen viel Spaß. Am Montag spielten wir wieder ein paar Spiele zusammen, zeigten ihnen durch eine kleine Rallye unsere Schule und aßen am Abend alle miteinander. Um 18 Uhr am Abend gingen alle dänischen Schüler in ihre deutschen Gastfamilien. Auch dort konnten alle verschiedene Sachen erleben und noch ein bisschen Zeit miteinander verbringen. Am Dienstagmorgen ging es in die Eishalle. Wir fuhren alle ein paar Stunden zusammen Schlittschuh, bis wir zurück in die Schule mussten. Dort gab es Aktivitäten für jeden. Man konnte Brett- und Sportspiele spielen, einen Film schauen oder sich einfach noch ein bisschen entspannen. Die Zeit verging wie im Flug, bis auch schon unsere kleine Party begann. Wir hatten das Thema Halloween und dementsprechend alles passend geschmückt und dekoriert, mit gruseligem Essen und erschreckenden Verkleidungen. Als wir fertig gegessen haben, ging es auch schon los mit dem Tanzen. Wir haben alle zusammen Gruppentänze getanzt und hatten viel Spaß. Sie endete gegen neun und alle wurden von ihren Eltern abgeholt. Die meisten Schüler waren ziemlich müde und kaputt von den Tagen, also schliefen viele sofort, als sie Zuhause waren, ohne noch irgendetwas Großes zu unternehmen. Leider war der darauffolgende Tag schon Mittwoch – der Tag der Abreise unser dänischen Freunde. Doch bis dahin war noch viel geplant. Wir konnten den Schülern durch eine Stadtrallye Rostock zeigen. Der Rest der Zeit verlief wie am Dienstag. Jeder konnte frei entscheiden, worauf er Lust hatte, ob Spiele in der Turnhalle oder Gemeinsames erzählen und entspannen. Doch leider ging auch dieser Tag schnell vorbei. Wir verabschiedeten uns mit einem gemeinsamen Abendbrot und um 19 Uhr mussten die Dänen leider schon nach Hause. Alle waren traurig und der Abschied dauerte lange. Doch wir sind sicher, dass jeder von uns viele tolle Erlebnisse hatte und durch diesen Austausch viel lernen konnte.

     

    Nora (9/10 C), Friedrich (9/10 A)

  • Brücken bauen – Deutschland feiert in Frankfurt 25 Jahre Deutsche Einheit

    Manchmal sagt man uns Werkstattschülern Reisefreude nach. Nicht ganz zu Unrecht, oder? Man sehe sich nur die zahlreichen Klassenfahrten und Ausflüge an … Diesmal sind wir aber im Wettbewerb „Junge Menschen erzählen Geschichte“ auserkoren worden, an einem fünftägigen Workshop in Frankfurt am Main teilzunehmen. Hannes (11/2), Lucas (12/1) und ich machen uns auf den Weg nach Hessen, um Nachwuchsjournalisten aus der ganzen Bundesrepublik zu treffen und mit ihnen gemeinsam an einem Blog zum Thema „25 Jahre Deutsche Einheit“ zu feilen.

    Was bewegt uns, die wir alle unter 25 sind und damit erst nach der Wiedervereinigung von DDR und BRD geboren sind, an die Jahre der Teilung zu erinnern und das, was wir als Normalität empfinden, zu feiern? Tatsächlich so etwas wie Geschichtsbewusstsein: Wir haben nicht nur im Unterricht, sondern vielmehr durch unsere Projekte erfahren, wie menschenverachtend diese Grenze zwischen „Ost“ und „West“ war. Sie trennte Menschen voneinander und sperrte ein Volk regelrecht ein. Noch heute finden sich Spuren – weniger in der Landschaft als in den Menschen. Wir jungen Deutschen hingegen spüren diese Unterschiede kaum noch.

    Frankfurt_ThatsFrankfurt
    Angekommen in Frankfurt – der Stadt der Wolkenkratzer und beschäftigten Menschen.

    Wir treffen auf eine bunte Gruppe junger Student*innen als unsere Arbeitskolleg*innen und auf eine noch buntere Menge Menschen, die drei Tage lang in der Mainmetropole das Jubiläum feiern. Unser Tagesablauf? Von morgens bis spätabends amüsieren und feiern gehen und anschließend unsere Erlebnisse auf dem Blog (www.einheits-blog.de) der Öffentlichkeit kundtun.

    Tatsächlich folgt ein Höhepunkt dem anderen: Wir berichten über das Konzert von Cro, der nach der Rede des Minister- und Bundesratspräsidenten Volker Bouffier rappte. Wir interviewen Armin Maiwald und die Maus und erinnern uns damit auch an die „kleinen“ Dinge der Teilung. Wer im Osten aufwuchs, verpasste Dinge wie die Maus; die Menschen aus dem Westen wurden nie vom Sandmännchen in den Schlaf berieselt.

    Die feierliche Abschlusszeremonie rückt natürlich die großen Ereignisse wieder in den Mittelpunkt. Deutschland baut Brücken – mit Lasershow und Lichtbrücken über den Main – Gänsehaut pur.

    Und natürlich stehen wir früh auf und begleiten – als Mitglieder des Presseteams – die Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bundespräsidenten Joachim Gauck auf ihrem Weg zwischen der Paulskirche und dem Dom. Blitzlichtgewitter? Ja, aber am besten dabei – statt mittendrin!

    Was bleibt nach dem Feiermarathon? Auf jeden Fall unglaublich viel Erfahrung im professionellen journalistischen Schreiben, Interviewen, Filmen und Fotografieren. Hallo Welt, das sind WiR, hallo Welt, das ist Deutschlands Geschichte, so wie wir sie sehen.

    Linn (11/2)

    Fotos: Melanie B., Antonia H., Linn K.

     

    Im Zelt des Bundesrates standen wir dem Moderator Rede und Antwort zum Fest.
    Im Zelt des Bundesrates standen wir dem Moderator Rede und Antwort zum Fest.

     

    Frankfurt_EinheitsmännchenHäuser
    Das Einheitsmännchen war unser ständiger Begleiter – hier posierend vor Frankfurts Wahrzeichen, dem Bankenviertel.

     

    Frankfurt_Cro
    Rapper Cro heizte ganz Frankfurt ordentlich ein. Auf dem ganzen Festgelände gab es keinen Ort, der so voll war wie am ersten Abend der Opernplatz.

     

    Frankfurt_Abschluss
    Mit einer Lasershow und anschließendem Feuerwerk sagte Deutschlands fünftgrößte Stadt adieu – wir sind glücklich, alle wieder EINS zu sein!

     

     

     

     

     

     

  • SCORPION on BLOG

    JUHUUU!!! Die Schülerzeitung hat jetzt auch einen Blog! Auf der neu gestalteten Internetseite unserer Schule könnt ihr ausgewählte Artikel unserer Redaktion lesen und im Fototagebuch stöbern. Der e-Scorpion ist geboren?! Ja, das kann man wohl so sagen. Wir SCORPIONe sind mit den neuesten Fragen, Themen und Terminen online und somit viel schneller als bisher bei euch.

    Jetzt werdet ihr euch sicherlich fragen, ob wir überhaupt noch eine Zeitung aus Papier brauchen, wenn jetzt ein Blog existiert. Wir meinen ja, denn im Heft werden wir immer noch mehr und längere Artikel veröffentlichen. Das gilt vor allem für Schülerarbeiten, die nur für uns Schüler, Eltern und Lehrer gedacht sind. Außerdem finden wir, dass Papier immer noch schöner und natürlicher als die e-Form ist. Deswegen: Das Heft zum Anfassen und Blättern bleibt – und den Blog gibt es trotzdem – für Aktuelles und Wichtiges.

    Julie Haseloff ( 5/6 C)

    Die Jüngsten 1

    So setzt sich die neue 5/6er-Redaktion des SCORPIONs zusammen: Lena, Helene, Helena, Julie (v.l.n.r.)

  • „Vom Todesstreifen zum Grünen Band“ – Projekt „Grenzen überwinden“ zwischen Mölln und Rostock

    Grenzwanderung_Gruppenbild

    Das Projekt „Grenzen überwinden“ fand nun schon zum 6. Mal statt. Das Interesse an diesem besonderen Erlebnis- und Gemeinschaftsprojekt ist ungebrochen; im Gegenteil, in diesem Jahr kooperierte die Werkstattschule mit dem Möllner Gymnasium. 35 Schüler*innen der 11. und 12. Klasse wanderten eine Woche lang durch den ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen und suchten nach Spuren der Teilung – in der Grenzwanderung_PaulaLandschaft und in den Menschen. Dazu befragten sie Zeitzeugen, die schon vor der „Wende“ für den Schutz der Umwelt kämpften und die sich noch heute für das Biosphärenreserverat Schalsee und das „Grüne Band“ zwischen Mecklenburg und Schleswig-Holstein engagieren. Außerdem entwarfen ehemalige Flüchtlinge und Zwangsausgesiedelte ein sehr lebendiges Bild vom Unrecht in der ehemaligen DDR. Mit ihnen setzten sich die 17- und 18-Jährigen in Beziehung und reflektierten ihre Gespräche. Aus ihren Texten und den außergewöhnlichen Landschaftsfotografien wird eine Präsentation für beide Schulen und für Interessierte entstehen. Außerdem arbeitet die Filmgruppe über das Projekt hinaus an einem Kunstfilm, der Brechts Parabel „Maßnahmen gegen die Gewalt“ in den ehemaligen innerdeutschen Grenzraum verlegt. Wir sind auf die Ergebnisse sehr gespannt.

    Die SCORPIONe

    Fotos: Beate Nelken (Rostock)

     

    Die längste Wanderung führte uns von Lübeck nach Rothenhusen - damit waren wir ganze 20 km unterwegs.
    Die längste Wanderung führte uns von Lübeck nach Rothenhusen – damit waren wir ganze 20 km unterwegs.
    Wir schauten uns genau um, sammelten Pflanzen, fotografierten und verarbeiteten unsere Eindrücke ...
    Wir schauten uns genau um, sammelten Pflanzen, fotografierten und verarbeiteten unsere Eindrücke.

    Grenzwanderung 3 Grenzwanderung 2

  • Die Stadt Weimar – Mehr als nur Klassik

    Zu einer Studienfahrt – gefördert durch die Stiftung „Deutsche Klassik“ – brachen insgesamt 15 Schüler*innen und zwei Deutschlehrerinnen nach Weimar auf. Das klassische Programm sIMG_2896tand unter dem Motto „Anna Amalias Leben in Weimar“. Wir besuchten Museen und erarbeiteten uns selbstständig eine Präsentation zu selbstgewählten Themen.

    Vor der Reise erwarteten wir anspruchsvolle Museen, Wissensüberflutung und wenig Freizeit. Aber wir wurden positiv überrascht. Die Reise verlief erfreulicherweise recht „unklassisch“: Täglich bekamen wir eine durchaus aushaltbare Menge an Informationen; die Besichtigungen der Museen und der Stadt waren sehr interessant und lustig gestaltet und Freizeit hatten wir mittags und am Abend mehr als genug. Außerdem waren unsere Betreuer und gleichzeitig auch Museumsführer wirklich flexibel und entspannt.

    Das Programm mit dem Bauhaus-Museum und der KZ-Gedenkstätte Buchenwald zu kombinieren, das kann man zweifelsohne überdenken oder halt – je nach Interesse – von den Teilnehmer*innen auswählen lassen. Tatsächlich gingen da die Interessen auseinander. Die Studienfahrt an sich war unbedingt ein voller Erfolg – ich kann sie allen nur weiterempfehlen.

    Hannah (9/10 C)

  • WiR helfen

    Jeden Tag erreichen uns neue Nachrichten von zehntausenden Flüchtlingen, die vor Krieg und Not aus ihrer Heimat geflohen sind und zu uns nach Deutschland kommen. Da stellt sich einem die Frage, wo und wie man direkt helfen kann.

    In dem Jahrgang 7/8 entstand die Idee, die Projektwoche der Werkstatt „Liebe“ für konkrete Hilfsprojekte zu nutzen. Auf der kommunalen Internetseite hrohilft.blogsport.eu konnten wir uns in Schichtpläne eintragen und unsere Hilfe koordinieren Schließlich halfen wir im JAZ-Club und im Unigebäude in der Parkstraße Kleidung und andere Sachspenden zu sortieren und nahmen am HBF gerade ankommende Flüchtlinge mit Kaffee und Broten in Empfang.

    Dass zu einer langfristigen Hilfe und wirklichen Integration in unsere Gesellschaft mehr gehört als die Versorgung mit dem Nötigsten, ist klar. Trotzdem ist es schön, zu sehen, wie viel Hilfsbereitschaft in der Rostocker Bevölkerung vorhanden ist. Einen Teil Flüchtlingshilfe selbst zu leisten, bereitet noch dazu viel Freude.

    Rasmus Kumlehn (7/8B)

  • Landessieger beim „Jugend debattiert“ Wettbewerb!

    „Die Debatte beginnt mit dem Erklingen des Glöckchens“, verkündete die Stimme des Juryvorsitzenden. Ich warf einen Blick auf meine Begleiter, die mir ein zuversichtliches Lächeln zuwarfen. Es war der Tag, der viel zu schnell gekommen war; der Tag, mit dem ich innerlich erst viel später gerechnet hatte. Vor 6 Wochen hatten sich Anna Brandt, Lucas Wiedemann (beide 9/10B) und ich (9/10C) im Regionalfinale von Jugend debattiert für den Landeswettbewerb qualifiziert. Nach einem dreitätigen Rhetorikseminar waren wir zwar bereit für den großen Tag, doch trotzdem ging alles viel zu schnell.
    Auch am Wettbewerbstag, dem noch in den Ferien liegenden 24. April. Das erste Debattenthema hatte mir eigentlichen die größten Sorgen bereitet: „Soll die Mecklenburger Südbahn von Hagenow nach Neustrelitz erhalten bleiben?“ Doch die vielen Vorbereitungen hatten sich gelohnt. Anna und ich, beide noch in der Altersstufe 1, debattierten erfolgreich für den Erhalt.
    Lucas musste sich in der Zwischenzeit als Altersstufen-2-Debattant gegen die Absenkung der 5%-Hürde auf 3% bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern aussprechen.
    Mit dem konstruktiven Feedback der erfahrenen Juroren ging es dann für uns in die zweite Runde. Die Frage lautete diesmal: „Soll bei Nichtgefallen eine Änderung des eingetragenen Vornamens auch ohne Angabe eines ‚wichtigen Grundes‘ erlaubt sein?“ Jetzt argumentierten wir beide gegen die Maßnahme, während sich Lucas für die Verankerung der Akzeptanz sexueller Vielfalt im Bildungsplan Mecklenburg-Vorpommerns aussprach.
    Zur endgültigen Punktevergabe brauchte die Jury nicht lange. So versammelten wir uns im Plenarsaal des Schweriner Schlosses. Für alle 16 Teilnehmer war es ein Bangen und Hoffen. Letztendlich schafften es Lucas und ich jedoch beide ins Finale.
    In den nächsten anderthalb Stunden blieb kaum Zeit für Aufregung. Die Maßnahmen für die Finaldebatten mussten erarbeitet werden, Statements gegeben, Fotos geschossen und Mikros getestet. Das Gefühl, bestmögliche Vorbereitung gehabt zu haben, trog nicht. Beide argumentierten wir auf den Positionen Pro-1, womit wir als jeweils erste Redner unsere Meinung kund taten. „Sollen in Mecklenburg-Vorpommern Computerspiele als Lernmittel in der Schule zugelassen werden?“ lautete mein Debattenthema. In der Sekundarstufe 2 debattierte man die Frage, ob „in M-V die Onshore-Ölfeldentwicklung weiter vorangetrieben werden solle.“
    Wieder ein Hoffen und Bangen, doch es hatte sich gelohnt: die bestmögliche Platzierung für uns beide! Gleich doppelt wird unsere Schule also beim fünftägigen Rhetorikseminar auf der Burg Rothenfels vertreten sein, bevor es im Juni beim Bundeswettbewerb in Berlin wieder heißt: „Die Debatte beginnt mit dem Erklingen des Glöckchens!“

    Linn Kreutschmann

  • Wir bauen Brücken

    Gemeinsam mit dem „Neuen Gymnasium“ aus Oldenburg machte die „Werkstattschule in Rostock“ am 21.Januar 2014 die Millenniumsziele der Vereinten Nationen zum Thema. Anlässlich des „Bridge – It Awards 2013“ kamen die Oldenburger Schüler nach Mecklenburg-Vorpommern, um sich mit uns über die Erfolge und Misserfolge im Engagement für hilfsbedürftige Menschen auf der Welt auszutauschen.
    Verbunden über den Willen, die Entwicklung in Ländern wie Burkina Faso oder Tansania auf einem positiven Weg voranzutreiben, präsentierten sich beide Projekte vor ca. 130 Schülerinnen und Schülern der Rostocker Gesamtschule. Dank der Boumdoudoum-AG lernten wir ein beeindruckendes Projekt kennen, bekamen Gelegenheit, unser Tansania Projekt vorzustellen und hatten Freude daran, praktische Erfahrungen in unseren Entwicklungsprojekten zu thematisieren.
    Beide Projekte verbindet der Wunsch nach der Umsetzung der Milleniumsziele. Bekanntlich sollen jene im Jahre 2015 erreicht sein, um die Menschen der ärmsten Länder der Welt zu unterstützen. Besonders die kleine Diskussionsrunde unter der Leitung Dr. Sascha Müllers, eines Vertreters des Bridge-It Teams, im weiteren Verlauf des Tages bot Gelegenheit, detaillierte Informationen und kritische Anregungen auszutauschen sowie kurze konstruktive thematische Streitgespräche zu führen.
    Gemeinsam stellten wir uns die Frage, welche Forderungen wir im Sinne der Umsetzung der Ziele an die Politik richten können. Und gemeinsam waren alle Beteiligten des Austausches daran interessiert, künftig in Kontakt zu bleiben. bridge-it.net